Sinopse

«Kontext» ist die tägliche Hintergrundsendung zu Themen der Kunst, der Kultur, zu Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft, Religion und Politik. Eine Stunde lang täglich setzt «Kontext» einen Akzent gegen die kurzatmige, schnell konsumierte Berichterstattung - hintergründig, mutig und überraschend.

Episódios

  • Sachbuch-Trio

    Sachbuch-Trio

    12/10/2020 Duração: 52min

    Korrumpiert Macht wirklich, und wenn ja, warum? Petra Morsbach geht einer anthropologischen Konstante auf den Grund. Warum haben Arbeitslose ein schlechtes Ansehen? Anna Mayr plädiert für eine Umwertung. Was ist die Schweiz? Mit der Beschreibung ihres Reliefs verschafft Herbert Bühl neue Einsichten. Besprochene Bücher: Petra Morsbach: Der Elefant im Zimmer - Über Machtmissbrauch und Widerstand (Penguin Verlag München) Anna Mayr: Die Elenden - Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht (Hanser Verlag) Herbert Bühl: Das Relief der Schweiz - Bildatlas der Oberflächenformen (Haupt Verlag) Weitere Themen: - Machtmissbrauch und Widerstand - Arbeitslosigkeit neu gedeutet - Die Schweiz als Relief

  • Unsere digitale Identität: Wer braucht sie? Wer kontrolliert sie?

    Unsere digitale Identität: Wer braucht sie? Wer kontrolliert sie?

    11/10/2020 Duração: 53min

    Wer garantiert online oder am Zoll dass ich ich bin? Vom Reisepass mit biometrischen Daten auf Chip bis zur eigentlichen E-ID gibt es viele technische Varianten und Möglichkeiten zu evaluieren. Und mindestens ebenso viele juristische und datenschützerische Hürden zu nehmen. Sich ausweisen zu können, seine eigene Identität verbrieft zu haben, das ist ziemlich zentral in unserem Alltag. Wir haben Bank- und Identitätskarten, Zugangsbadges, Halbtaxabonnemente und Impfausweise. Mal elektronisch, mal auf Papier oder Karton und immer häufiger direkt im Mobiltelefon gespeichert. Wer unsere Identitätsmerkmale wo und warum speichert, wer offiziell garantiert, dass Ich ich bin – darum gehts im heutigen Kontext: Um die E-ID, die elektronische Identität. Kontext liefert eine Übersicht zu ein paar globalen Initiativen wie ID2020, welche möglichst viele mit einer eindeutigen und unverwechselbaren Identität ausrüsten möchte, oder der Known Traveler Digital Identity KTDI, die einfache und sichere Flugreisen ohne Kontrollen

  • Literaturnobelpreis 2020

    Literaturnobelpreis 2020

    08/10/2020 Duração: 45min

    Die US-amerikanische Lyrikerin Louise Glück hat überraschend den diesjährigen Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen. Viele Namen standen auf der Favoriten-Liste – aber gewonnen hat den Literaturnobelpreis 2020 dann eine Lyrikerin, mit der niemand gerechnet hatte: Die US-Amerikanerin Louise Glück. Selbst in europäischen Literaturkreisen scheint die Dichterin wenig bekannt. In Kontext stellen wir die Preisträgerin und ihre Gedichte vor, analysieren die Texte und diskutieren den Jury-Entscheid.

  • Künste im Gespräch – Kunstszene Russland und Kultautor Pynchon

    Künste im Gespräch – Kunstszene Russland und Kultautor Pynchon

    07/10/2020 Duração: 51min

    Je repressiver der Staat, desto radikaler die Kunst – das gilt auch für Russland. Wir eröffnen Einblicke. Und wir lauschen den Liedtexten von Kultautor Thomas Pynchons – diese hat Christian Hänggi vertont. Dann hören wir rein in das neue Ensemblestück «Auf Distanz» von Barblina Meierhans. Die russische Kunstszene zeichnet sich durch Privatinitiativen, künstlerisches Engagement, Kollektive und staatliche oder städtische Institutionen aus. Und es gilt: Je repressiver der Staat, desto radikaler die Kunst. Wie reagieren russische Künstler*innen auf die Spannungen der Gegenwart? Wir tauchen ein. Danach tauchen wir ein in das klingende Werk von Kultautor Thomas Pynchon. Der US-amerikanische Romanautor ist ebenso Kult wie Mysterium: Er lebt zurückgezogen, gibt nie Interviews, seine Werke erscheinen unregelmässig. In seinen sperrigen Werken sind immer wieder Songtexte eingebaut. Eine Auswahl dieser Texte hat der Schweizer Amerikanist Christian Hänggi mit der US-amerikanischen Band «Visit» vertont. Die CD «Now Every

  • Steigende Kosten und mehr Pflege durch Angehörige 2/2

    Steigende Kosten und mehr Pflege durch Angehörige 2/2

    06/10/2020 Duração: 49min

    Die Pflegekosten für alte Menschen steigen seit Jahren, sowohl im Heim als auch zu Hause.Zusätzliche Investitionen werden nötig, innovative Vorschläge sind gefragt. Die Kosten für die Pflege im Alter steigen seit Jahren. In den nächsten zwanzig Jahren ist mit einer Verdoppelung der Kosten von heute 15 auf 30 Milliarden Franken zu rechnen. Deswegen, weil die geburtenstarken Jahrgänge, die nach 1945 geboren wurden, nun alt werden. «Kontext» wirft drei Schlaglichter aufs Thema Pflegekosten: Mit der Generation der Baby-Bommer wird die gesellschaftliche Gruppe von pflegebedürftigen Menschen grösser. Ob der Pflegebedarf gedeckt werden kann, ist nicht sicher, da seit langem ein Mangel an Pflegefachkräften vorherrscht. Auch zeigt sich, dass pflegebedürftige Personen im Alter vermehrt zu Hause gepflegt werden wollen. Dies führt nicht nur zu einem Ausbau der Spitex, sondern auch zu einem verstärkten Einbezug der Angehörigen. Oft bezahlen sie dafür einen hohen Preis, indem sie ihre Erwerbsarbeit reduzieren und Lohn-

  • Krankheitsbilder, Körperpflege und Katheter: Wie geht Pflege? 1/2

    Krankheitsbilder, Körperpflege und Katheter: Wie geht Pflege? 1/2

    05/10/2020 Duração: 53min

    Sie übernehmen Verantwortung, haben medizinisches und technisches Wissen und sind nah an den Patientinnen und Patienten dran: Diplomierte Pflegefachkräfte haben einen anspruchsvollen Beruf. Wie sieht ihre Arbeit heute aus? Und warum hängt fast die Hälfte des Pflegepersonals den Beruf an den Nagel? Ein paar Tage im Spital wegen eines Blinddarms oder dauerhaft in einem Heim wegen Demenz. Die demographische Entwicklung zeigt, dass wir mit einer höheren Lebenserwartung auch zunehmend Pflege beanspruchen. Zugleich steigt der Kostendruck im Gesundheitswesen. Spitäler und Heime haben Mühe, qualifiziertes Pflegepersonal zu finden. Auch soll Pflege immer effizienter werden. Interessensverbände sprechen von einem «drohenden Pflegenotstand». In «Kontext» schildern Pflegefachkräfte ihren Arbeitsalltag. Was sind die schönen Seiten dieses Berufs? Welchen Schwierigkeiten begegnen sie? Studiogast: Iren Bischofberger, Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und Programmleiterin Careum Hochschule Gesundheit, Teil der Kalaid

  • Tandem: Brückenschlag zwischen den Religionen

    Tandem: Brückenschlag zwischen den Religionen

    04/10/2020 Duração: 53min

    Beide haben sie Theologie studiert – Caroline Schröder Field in Bonn und Mouhanad Khorchide in Beirut: zwei kluge Köpfe, aufmüpfig und höchst interessiert an einem interreligiösen Dialog. Caroline Schröder Field ist die erste Frau auf der Kanzel des ehrwürdigen, protestantischen Basler Münsters, und das, obwohl sie Methodistin ist und aus Deutschland stammt. Mouhanad Khorchide ist Professor für islamische Religionspädagogik in Münster, sein neustes Buch handelt von den falschen Anwälten des Islams. Beide haben sie einen kritischen Blick auf die Auslegungen in ihren jeweiligen Religionen, beide plädieren für mehr Menschlichkeit und dazu haben sie eine Vielzahl an Fragen ans Gegenüber: wie umgehen mit der Herausforderung, wenn einem im Alltag mal die Liebe abhanden kommt, wenn doch von einem «Seelsorger» ein überdurchschnittliches Mass an Empathie erwartet wird? Und wie steht es mit dem freien Willen des Menschen, wenn er an einen Gott glauben muss?

  • Chancen und Schwierigkeiten internationaler Friedensarbeit

    Chancen und Schwierigkeiten internationaler Friedensarbeit

    01/10/2020 Duração: 53min

    Wie können die Vereinten Nationen und andere Organisationen in Krisengebieten eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden oder sonst irgendwie Schaden anzurichten? Eine zentrale Frage aus Nora Bossongs Roman «Schutzzone». Beantwortet auch von Laurent Goetschel, Direktor von «swisspeace». Macht sich schuldig, wer sich zur Linderung schrecklicher Zustände mit Diktatoren oder Warlords verständigen muss? Das ist die zentrale Frage in Nora Bossongs aktuellen Roman «Schutzzone», der die Geschichte einer UNO-Mitarbeiterin erzählt, deren Aufgabe es ist, Licht ins Dunkel hinter dem Genozid in Burundi von 1993 zu bringen. Ausgehend von diesem Roman, gehen wir mit dem Politikwissenschaftler Laurent Goetschel («swisspeace») der Frage nach, wie sinnvoll oder gefährlich der Anspruch ist, von «hier aus» Einfluss auf von Krisen betroffene Länder zu nehmen. Erstsendung Kontext am 02.10.2019 Weitere Themen: - «Schutzzone» - Erfolge machen kaum Schlagzeilen

  • Künste im Gespräch – Bayern, Max Bruch und «Freizone Dreispitz»

    Künste im Gespräch – Bayern, Max Bruch und «Freizone Dreispitz»

    30/09/2020 Duração: 52min

    Eine Kindheit zwischen Kreuz und Strauss im Bayern der 70er Jahre. Max Bruch, Ein-Hit-Wunder der Klassik. Ehemalige Lagerhallen auf dem Basler Dreispitz werden künstlerisch belebt. Das sind die Themen bei Künste im Gespräch. In 50 Jahren hat sich die Gesellschaft deutlich gewandelt. «Wie ich den Sex erfand», der Roman des Münchners Peter Probst, erzählt komisch und charmant von einer fernen, vertrauten Zeit. Einen Riesenhit zu haben ist für Musikerinnen und Musiker eine Hypothek: Hinter dem Gassenhauer verschwindet das übrige Werk. So erging es etwa dem Komponisten Max Bruch. Der Strukturwandel in der Wirtschaft eröffnet der Kunst neue Räume. Ein Beispiel ist das Basler Zollfreilager. «Freizone Dreispitz» heisst ein Audiowalk durch die allmählich umgenutzte Industrielandschaft. Weitere Themen: - Eine bayrische Kindheit - Max Bruch – ein klassisches One-Hit-Wonder? - Freier Blick auf die Freizone Dreispitz

  • 100 Jahre Gross-Berlin – Metropole in ständigem Wandel (2/2)

    100 Jahre Gross-Berlin – Metropole in ständigem Wandel (2/2)

    29/09/2020 Duração: 55min

    Vor dem 1. Oktober 1920 waren Charlottenburg, Köpenick, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Spandau und Wilmersdorf eigenständige Städte. Dann wurden sie eingemeindet. Buchstäblich über Nacht wurde Berlin zu einer Weltmetropole und zur drittgrössten Stadt der Welt nach London und New York. Die Zusammenlegung der Städte und Gemeinden trug der Tatsache Rechnung, dass durch die Industrialisierung auch die umliegenden Gemeinden rasant gewachsen waren. 1800 hatte Berlin 200.000 Einwohner, 1910 schon 2 Millionen. Berlin und sein Umland waren zu einem riesigen Ballungsraum geworden, dessen administrative Zersplitterung ein verwaltungstechnischer Albtraum war. Gross-Berlin kam bis heute nicht zur Ruhe: Krieg, politische Teilung der Stadt und Wiedervereinigung prägen seine Geschichte. Angesichts ungebremsten Wachstums stellt sich heute einmal mehr die Frage: wie weiter? Weitere Themen: - 100 Jahre Gross-Berlin – Ein Gang durch Stadt und Geschichte - Berlin – fit für die nächsten 100 Jahre?

  • Berlin – Biographie einer grossen Stadt (1/2)

    Berlin – Biographie einer grossen Stadt (1/2)

    28/09/2020 Duração: 53min

    Was fasziniert an Berlin? Warum ist es besonders? Welche Geschichte hat es und welche Geschichten sind relevant? Ausgehend von einer neuen, umfassenden Stadtgeschichte und weiteren literarischen Auseinandersetzungen mit der Grossstadt, geht Kontext diesen Fragen nach. Das ganze Berlin soll es sein! Von der Stadtgründung bis zum heutigen Tag. Mit seinem monumentalen Werk «Berlin – Biographie einer grossen Stadt» legt der Feuilletonredaktor und Autor Jens Bisky eine Stadtgeschichte vor, wie sie es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Dabei versucht er die Geschichte und das Wesen der Stadt möglichst umfassend darzustellen. Vom Schritt Berlins zur Residenzstadt bis zur Hauptstadt des Kaiserreiches, von den goldenen Zwanzigerjahren bis zur Vernichtung durch die Nazis und den Krieg, von der Teilung der Stadt bis zu ihrem erneuten Zusammenwachsen nach 1989. Ähnliches versucht Irina Liebmann auf andere Weise. Auch sie trägt Schicht um Schicht Berliner Stadtgeschichte ab, auch sie interessiert sich für das Wese

  • Reduktion aufs Wesentliche. Der Schweizer Bildhauer Hans Josephsohn

    Reduktion aufs Wesentliche. Der Schweizer Bildhauer Hans Josephsohn

    27/09/2020 Duração: 53min

    Die Skulptur hats schwer. Sie macht es ihren BetrachterInnen nicht gerade einfach und wird darum gerne zielstrebig umgangen. Wer trotzdem stehen bleibt, erfährt Wesentliches am eigenen Leib: den Raum, Körper und sich selbst. Wie und warum? Mehr dazu in Kontext. Hans Josephsohn galt als Monolith der Schweizer Kunstszene. Da machte einer sein Ding, auch wenn das lange kaum einen interessierte. Erst spät wurde der 1920 in Königsberg geborene und 2012 in Zürich gestorbene Bildhauer als Künstler gewürdigt. Sein Leben und Werk sind Thema für Kontext und zu Josephsohns 100. Geburtstag sind seine grossen und rauen Skulpturen in zwei neuen Ausstellungen zu sehen. Weitere Themen: - Menschliche Wesen - Gespräch mit einem Wortkargen

  • Alles andere als provinziell: Das Theater in der Peripherie

    Alles andere als provinziell: Das Theater in der Peripherie

    24/09/2020 Duração: 52min

    Die Schweizer Theaterlandschaft hat auch jenseits der urbanen Zentren viel zu bieten. Welchen Herausforderungen begegnen die Theaterschaffenden in Winterthur, Aarau oder Chur? Erwartet das Publikum in ländlichen Gebieten etwas anderes als in den Metropolen? Wovon reden wir eigentlich, wenn wir von «Peripherie» und «Provinz» sprechen? Und weshalb haftet diesen Begriffen oft ein etwas abschätziger Ton an? Ein Vorurteil, das sich zumindest mit Blick auf die Theater schnell als falsch herausstellt. Das Schweizer Theater der Peripherie steht vielmehr für Vielfalt und kulturelle Teilhabe. Da ist zum Beispiel das «Theater Kanton Zürich»: es bespielt als Wandertheater seit 50 Jahren die Gemeinden des Kantons mit professionellen Schauspielproduktionen. Oder die neu gegründete «Bühne Aarau»: ein Mehrspartenhaus, das vom zeitgenössischen Zirkus über klassischem Theater bis zu lokalen Koproduktionen eine breite Programmpalette anbietet. Der Bündner Roman Weishaupt startet derweil seine erste Spielzeit am «Theater Chur

  • Literatur im Gespräch: Das Böse zu Papier bringen

    Literatur im Gespräch: Das Böse zu Papier bringen

    23/09/2020 Duração: 50min

    Kompromisslos und eiskalt. So schreibt Szczepan Twardoch, der Star der polnischen Literatur, über die Nazizeit in Warschau, die deutsche Besatzung, das Ghetto und den Aufstand. «Das schwarze Königreich» heisst der neue Roman. Er erzählt darin von Liebe, Verrat und polnischem Antisemitismus. Winter 1944 in Warschau. Das Ghetto ist zerstört. Die jüdischen Bewohner sind in die Konzentrationslager abtransportiert worden. Nur da und dort huschen Überlebende – Schatten gleich – durch die Ruinen. Sie trauen sich nur nachts aus ihrem Versteck, auf der Suche nach Nahrung. Eine davon ist Ryfka, die Geliebte des jüdischen Gangsters Saphiro. In der apokalyptischen Trümmerwelt versucht sie sich und ihren Geliebten durchzubringen und scheut auch vor Gewalt nicht zurück. In Rückblenden und am Beispiel einer Familie schildert Twardoch, was sich in Polen während der Nazi-Besatzung abspielt. Im Zentrum steht die Figur aus seinem Bestsellerroman «Der Boxer». Eine Geschichte von Hunger, Kälte, Gewalt und Verrat. Aber auch von L

  • Zwischen den Extremen: die Mitte

    Zwischen den Extremen: die Mitte

    22/09/2020 Duração: 53min

    Die Mitte das klingt solide, nach Mässigung und Vernunft. In der Politik ist «Mitte» ein Allerwelts-Zauberwörtchen: Die Mitte-Wählerinnen und -Wähler werden eifrig umworben. Aber «Mitte» ist ein nur unscharf definierter Begriff. «Mitte» will der Mitte auf die Spur kommen. Im Gespräch mit dem Soziologen Oliver Nachtwey, mit Beate Küpper, Mitautorin der «Mitte-Studie» der deutschen Friedrich-Ebert-Stiftung, die untersucht, wie weit rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen sind; und mit Christoph Halbig, Professor für Allgemeine Ethik an der Universität Zürich spürt «Kontext» dem «goldenen Mittelweg» nach, den etwa Aristoteles und Horaz in der Antike für erstrebenswert hielten. Weitere Themen: - Die Mitte und ihr Selbstbild - Wendet sich die Mitte von der Demokratie ab? - Der goldene Mittelweg

  • Der Traum einer besseren Welt – ein Auslaufmodell?

    Der Traum einer besseren Welt – ein Auslaufmodell?

    21/09/2020 Duração: 52min

    Klimawandel, Artensterben, Digitalisierung, Corona-Pandemie – viele Menschen erfüllt der Blick in die Zukunft mit Sorge und Angst. Positive Zukunftsvorstellungen haben es schwer. Dabei könnte uns gerade utopisches Träumen dabei helfen, die grossen Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Die Zeiten sind vorbei, da die Menschen glaubten, dass es der kommenden Generation dereinst besser gehen wird als der vorherigen. Dies belegen mehrere Studien. Auch unter jungen Menschen ist die Vorstellung weit verbreitet, dass sich die Situation verschlechtert. Der Blick in die Geschichte zeigt, dass Utopien oft die Funktion haben, Gesellschaften im Innern zu einen und auf ein gemeinsames Ziel hin voranzubringen. Welche Utopie brauchen wir? Weitere Themen: - Politikerträume in Zeiten des Pessimismus - Gesellschaftsutopie konkret - Sehnsuchtsort Schlaraffenland

  • Viermal Hierarchie – oder: wie heilig ist ihre Herrschaft noch?

    Viermal Hierarchie – oder: wie heilig ist ihre Herrschaft noch?

    20/09/2020 Duração: 54min

    Ohne Hierarchie geht gar nichts, sagen die einen. Hierarchie verhindert, sagen die andern: Wir nehmen vier Modelle unter die Lupe und fragen dabei, ob Hierarchie wirklich zur menschlichen Grundausstattung gehört. Hierarchie muss sein – sagt man beispielsweise im Militär oder am Operationstisch, wenn's brenzlig wird, schnelle Entscheide gefällt werden müssen und man keine Grundsatzdiskussionen führen kann. Hierarchie ist menschlich, sagten auch lange vor allem die Männer, wenn es darum geht, wer im Geschlechtersystem das Sagen hat. Dabei ist immer jemand oben und ganz viele sind unten: der eine befiehlt, die andern führen aus. Dagegen regt sich Widerstand, zunehmend auch in der Arbeitswelt, wo neue Organisationsmodelle flache Hierarchien und neue Führungsstile anstreben. Dass das geht, zeigt sich in sogenannten «akephalen» Gesellschaften: Kulturen, die keine institutionalisierte Herrschaft kennen und trotzdem funktionieren. Weitere Themen: - Ein Lob der Hierarchie – wenn's schnell gehen muss - Die Arbeitswel

  • Henry Kissinger – eine umstrittene Jahrhundertfigur

    Henry Kissinger – eine umstrittene Jahrhundertfigur

    17/09/2020 Duração: 46min

    Brillanter Politiker oder Kriegsverbrecher? Kaum ein anderer US-amerikanischer Aussenpolitiker polarisiert so sehr, wie der heute 97-jährige Henry Kissinger. Ob im Vietnamkrieg, in Chile, China oder Nahost – Kissinger prägte die Politik. Und erwarb sich dabei einen zweifelhaften Ruf. Felix Münger unterhält sich mit Bernd Greiner, emeritierter Geschichtsprofessor an der Universität Hamburg und Verfasser einer neuen Biografie über Henry Kissinger. Beim Schreiben des Buchs habe sich Kissinger für ihn mehr und mehr als «Scheinriese» erwiesen, sagt Greiner, als lediglich vermeintlicher Titan, der kleiner wird, je näher man ihm kommt. Henry Kissinger mischte von 1968 bis 1977 ganz oben mit in der amerikanischen Aussenpolitik. Dabei bereitete er Anfang der 1970er Jahre unter anderem das legendäre Abkommen mit China vor, das zu einer Normalisierung der Beziehungen der USA mit dem kommunistischen Land führte. Erfolge wie diese dürfen gemäss Bernd Greiner nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kissinger zweifelsfrei ein

  • Künste im Gespräch – Theaterkrake, erzählende Fotos, Hexenkinder

    Künste im Gespräch – Theaterkrake, erzählende Fotos, Hexenkinder

    16/09/2020 Duração: 54min

    Eine neue, feministische Leitung für das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich, Robert Franks Gespür, mit Fotografien Geschichten zu erzählen und das Leid ehemaliger zwangsversorgter Heimkinder – das die Themen bei Künste im Gespräch. Theater, Fotografie und Dokumentarfilm: Das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich bekommt eine neue Leitung: Rabea Grand, Juliane Hahn und Michelle Akanji werden das Haus als Kollektiv führen und wollen das Haus von Grund auf neu denken. Dann berichtet Gerhard Steidl über die Detailverssessenheit des schweizerisch-amerikanischen Fotografen Robert Frank, und wir hören vom Leid ehemaliger zwangsversorgter Heimkinder in der Schweiz. Im Dokumentarfilm «Hexenkinder» von Regisseur Edwin Beeler bekommen sie eine Stimme. Weitere Themen: - Eine feministische Theaterkrake - Robert Frank: Mit Fotos erzählen - Dokumentarfilm «Hexenkinder» von Edwin Beeler

  • Die Kirche Don Bosco: vom Gotteshaus zum Musikzentrum

    Die Kirche Don Bosco: vom Gotteshaus zum Musikzentrum

    15/09/2020 Duração: 53min

    Mehr als 200 Kirchen sind in der Schweiz inzwischen umgenutzt: Was braucht es, damit dieser Prozess ein gutes Ende nimmt und die Kirche als ehemaliges Gotteshaus trotz neuer Funktion seine Würde als Kulturdenkmal behält? Basel gilt als der am weitesten säkularistiertese Kanton der Schweiz, entsprechend viele Kirchen stehen leer oder sind bereits umgenutzt, eine sogar schon abgerissen worden. Jedesmal stellt sich dabei die Frage: Wie umgehen mit diesen Gebäuden, die auch kirchenferne Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht kalt lassen? Das Spektrum ist breit, wie ein Blick ins Ausland zeigt, wo Kirchen zu Autowerkstätten, Kaufhäuser, Wohnungen umgenutzt wurden. In der Schweiz hält man sich mit solchen Experimenten eher zurück, sucht moderatere Lösungen. Doch einfach sind die nicht, denn jede Umnutzung ist letztendlich ein emotionales, auch gesellschaftspolitisches Ereignis. Kontext zeigt anhand der anstehenden Eröffnung der Don-Bosco-Kirche in Basel zum Konzert- und Kulturzentrum auf, wie komplex und einfach zugl

página 1 de 3

Informações: